Mit Sven Marien, Deputy Director of Coach Education
Sport Vlaanderen ist die offizielle Sportagentur der flämischen Regierung. Sie ist für die Zertifizierung von Trainer*innen in Flandern zuständig und unterstützt 52 Sportverbände, die ein breites Spektrum an Sportarten vertreten – von Fußball bis Kampfsport.
Brüssel, Belgien
Öffentlicher Sektor, Sport
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Als Sportagentur der flämischen Regierung trägt Sport Vlaanderen eine besondere Verantwortung: Sie ist die einzige Stelle in Flandern, die Trainer*innen zertifizieren darf. Jedes Jahr absolvieren rund 8.000 Trainer*innen Ausbildungsprogramme, die über die 52 Sportverbände angeboten werden.
An der Spitze dieser Arbeit steht Sven Marien, Deputy Director of Coach Education bei Sport Vlaanderen. Gemeinsam mit seinem Team sorgt er dafür, dass Verbände jeder Größe einheitliche, hochwertige Ausbildungen anbieten können.
Mit Easygenerator ist Sport Vlaanderen von teuren, extern produzierten Modulen und gedruckten Büchern auf ein skalierbares Blended-Learning-Modell umgestiegen. Mehr als 235 Autor*innen aus 52 Sportverbänden haben über 1.300 Kurse erstellt. Dieser Wandel hat Kosten gesenkt, die Zugänglichkeit verbessert und die Qualität der Ausbildung erhöht – jede*r Trainer*in kann nun mit ansprechenden digitalen Modulen und praxisnahen Präsenzsessions lernen.
Herausforderungen
Vor Easygenerator dauerte es bei Sport Vlaanderen länger, Ausbildungsinhalte zu erstellen und zu aktualisieren. Die Inhalte wurden in Form von Kursbüchern verteilt, die per Kurier an Standorte im ganzen Land geliefert wurden.
Gedruckte Bücher boten gut aufbereitete Kursmaterialien, ließen sich nach der Produktion aber nicht mehr ändern. Mussten Regeln oder Beispiele aktualisiert werden, waren neue Druckauflagen nötig – mit zusätzlichem logistischem Aufwand und Mehrkosten.
„Als ich angefangen habe, hatten wir noch ein Fahrzeug, das Bücher durchs ganze Land gebracht hat“, erinnert sich Sven. „Das ist erst 10 oder 15 Jahre her. Heute ist alles in einem zentralen System, aber damals war es schwer, etwas zu ändern. Inhalte in Echtzeit zu aktualisieren, war fast unmöglich.“
Erste Versuche mit E-Learning brachten eine neue Herausforderung mit sich: die Kosten. Die Auslagerung an spezialisierte Agenturen war teuer, ein Modul kostete zwischen 16.000 € (18.500 $) und 20.000 € (23.300 $). Für große Verbände war das machbar. Für kleinere wie Aikido oder Bowling waren diese Kosten kaum zu rechtfertigen.
„Als wir gesehen haben, wie kommerzielle Unternehmen E-Learning entwickeln, war uns klar, dass wir uns das nicht leisten können“, sagt Sven. „Für uns als öffentliche Einrichtung war das schlicht nicht möglich. Wir brauchten etwas Einfacheres, das wir selbst stemmen konnten.“
Sie suchten nach einer Lösung, mit der sich Ausbildung flexibel, interaktiv und skalierbar anbieten ließ, ohne gleich ein ganzes Jahresbudget zu verbrauchen. Diese Suche führte sie zu Easygenerator.
Mit begrenzten Budgets und vielen Ehrenamtlichen musste Sport Vlaanderen seinen gesamten Ansatz bei der Erstellung von Ausbildungsmaterialien überdenken. Die Auslagerung an Agenturen war teuer, und gedruckte Bücher ließen sich nur langsam aktualisieren.
Der Wendepunkt kam, als die Verbände merkten, dass sie mit der Nachfrage nach flexibler Ausbildung nicht mehr Schritt halten konnten.
Easygenerator bot eine klare Alternative: budgetfreundlich, Inhalte schnell aktualisierbar und so einfach, dass auch Menschen ohne Instructional-Design-Erfahrung damit arbeiten können. Änderungen in Easygenerator werden automatisch im LMS übernommen, sodass alle Lernenden immer auf die aktuellste Version zugreifen.
Die Verbände haben schon immer ihr Fachwissen in die Kursmaterialien eingebracht. Der Unterschied heute: Mit Easygenerator können sie digitale Module selbst erstellen und veröffentlichen. In Kombination mit ihrem LMS können die Verbände ihr Wissen schneller teilen und den Lernenden direkt zur Verfügung stellen, ohne auf eine externe Produktion warten zu müssen.
„Plötzlich konnte jeder einen Kurs erstellen und ihn ansprechend gestalten, ohne Instructional Designer zu sein“, sagt Sven. „So sind wir sehr schnell von einer Handvoll Kursen auf Hunderte gekommen.“
Dieses dezentrale Modell hat auch die Eigenständigkeit der Verbände gestärkt. Ehrenamtliche und Profis wurden ermutigt, interaktive Kurse zu erstellen, während zentrale Administrator*innen für Qualität und Abstimmung im gesamten Netzwerk sorgten. Dank dieser Balance aus Freiheit und Aufsicht konnte Sport Vlaanderen wachsen, ohne an Einheitlichkeit zu verlieren.
„Für uns geht es bei Easygenerator nicht nur ums Geldsparen. Es geht darum, dass jeder Verband sein Wissen teilen und Ausbildungen erstellen kann, die zu seinen eigenen Trainer*innen passen.“
Der Umstieg auf E-Learning bedeutete nicht, die Tutor*innen außen vor zu lassen. Sport Vlaanderen entwickelte ein Blended-Learning-Modell, das das Beste aus beiden Welten verbindet: flexibles E-Learning und praxisnahe, von Tutor*innen geleitete Sessions. Easygenerator wurde zur Basis der digitalen Module, während die Verbände weiterhin Präsenzschulungen anbieten.
„Unsere Lernenden wollen keine 300 Seiten Text mehr lesen“, sagt Sven. „Mit E-Learning können wir Videos, Übungen und Sessions mit Tutor*innen so kombinieren, dass es für alle flexibel ist. Easygenerator gibt uns die Flexibilität dafür.“
Die Tutor*innen haben den Wandel angenommen. Viele setzen Easygenerator-Module inzwischen im Unterricht ein und projizieren Übungen für Gruppendiskussionen. Masterclasses von Fachleuten werden aufgezeichnet und direkt in E-Learning-Kurse eingebettet, sodass Lernende sie jederzeit erneut ansehen können.
Die Verbände profitieren außerdem von zentralen Vorlagen in Easygenerator, die sie an ihren Kontext anpassen. So bleiben die Inhalte relevant und das Qualitätsniveau insgesamt hoch.
Der Blended-Ansatz hat auch die Zugänglichkeit verbessert. Trainer*innen mit Vollzeitjob oder familiären Verpflichtungen können jetzt dann lernen, wann es ihnen passt. Ein weiterer wichtiger Unterschied: Digitale Module lassen sich sofort aktualisieren, sodass Lernende immer die neueste Version sehen. Bei Büchern mussten erst neue Auflagen erscheinen, bevor Änderungen bei den Lernenden ankamen – mit Easygenerator sind Updates sofort verfügbar.
Heute erstellen mehr als 235 registrierte Autor*innen Inhalte in 52 Sportverbänden. Zusammen haben sie mit Easygenerator in nur 4 Jahren über 1.300 neue Kurse produziert. Und die Zahlen wachsen weiter, weil immer mehr Verbände und Ehrenamtliche digitale Tools nutzen.

Mit Easygenerator gehen Updates sofort online. Ändert sich eine Regel oder möchte ein Verband ein Beispiel anpassen, ist das in wenigen Minuten erledigt und sofort für die Lernenden verfügbar. Dank der Review-Funktionen können Administrator*innen außerdem lange Texte, unklare Beispiele oder andere Probleme korrigieren, ohne den Kurs zu unterbrechen.
„Die Review-Funktionen helfen uns, die Qualität hochzuhalten“, erklärt Sven. „Wenn ein Kurs zu viel Text oder schwache Beispiele hat, können wir das sofort korrigieren. Bei so vielen Verbänden macht das einen großen Unterschied.“
Auch der Support hat eine Rolle gespielt. Sport Vlaanderen konnte sich jederzeit auf Easygenerator verlassen – mit zusätzlichen Sessions und vierteljährlichen Terminen mit dem Success Manager, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Regelmäßige Webinare, Leitfäden und schnelle Antworten auf Fragen erleichterten den Einstieg. Für viele Ehrenamtliche war das Wissen, dass jederzeit Hilfe verfügbar ist, genau das, was ihnen das Selbstvertrauen gab, eigene Inhalte zu erstellen.
Sven nennt den aus seiner Sicht größten Erfolg: Jahr für Jahr steigt die Zahl der Trainer*innen, die strukturierte Ausbildungsprogramme absolvieren. „Der nächste Schritt ist, beim Wachstum die Qualität im Blick zu behalten. Beim Skalieren sind wir zuversichtlich, aber wir müssen immer sicherstellen, dass das Lernen ansprechend und wirksam bleibt.“
Das Engagement von Sport Vlaanderen für lebenslanges Lernen endet hier nicht. Die Organisation prüft Möglichkeiten, Ausbildungsinhalte breiter zu teilen – auch über Landesgrenzen hinweg. Offizielle Kursmaterialien wird es zwar immer auf Niederländisch geben, doch EasyTranslate kann den internationalen Austausch unterstützen, indem es leichter wird, Wissen und Best Practices mit Partnern im Ausland zu teilen.
Außerdem gibt es Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Einrichtungen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
„Wenn man Informationen an die Öffentlichkeit bringen und interaktiv und ansprechend gestalten möchte, ist das eine großartige Option“, sagt Sven. „Es ist kosteneffizient und einfach zu bedienen, auch für Menschen, die keine professionellen Instructional Designer sind.“
Künftig will Sport Vlaanderen sein Blended-Learning-Modell weiter verfeinern, damit die Verbände sowohl Flexibilität als auch Qualität beibehalten können. Die Vision ist ein nachhaltiges Lernökosystem, das alle Trainer*innen unterstützt – unabhängig von Sportart oder Budget – und das Niveau der Ausbildung in ganz Flandern weiter anhebt, mit Easygenerator als wichtigem Baustein auf diesem Weg.
Sport Vlaanderen hat Kosten gesenkt, indem ausgelagertes E-Learning für 16.000 bis 20.000 € pro Modul durch interne Kurserstellung ersetzt wurde. Mit Easygenerator erstellen die Sportverbände ihre Module heute selbst – zu einem Bruchteil des Preises.
Easygenerator hat Sport Vlaanderen eine skalierbare Plattform gegeben, auf der über 235 Autor*innen aus 52 Sportverbänden schnell Inhalte erstellen und aktualisieren können. So kann die Organisation jedes Jahr 8.000 Trainer*innen ausbilden – ohne große Budgets oder externe Agenturen.
Mit Easygenerator verwandeln interne Fachleute PowerPoint-Präsentationen, Skripte oder Videos in interaktive Kurse. Integrierte Vorlagen und Review-Funktionen sichern die Qualität, sodass auch kleine Verbände ohne Designteam professionelle Schulungen anbieten können.
Sport Vlaanderen kombiniert selbstgesteuertes E-Learning in Easygenerator mit praxisnahen, von Tutor*innen geleiteten Sessions. Die Lernenden absolvieren zuerst digitale Module und wenden ihre Fähigkeiten dann in Präsenz an – ein flexibles und einheitliches Blended-Learning-Modell.
Dank Drag-and-drop-Oberfläche, Quizfragen und Videooptionen können auch Nicht-Designer*innen mit Easygenerator schnell ansprechende Module erstellen. Ehrenamtliche und Tutor*innen erstellen Inhalte selbst, während Administrator*innen die Qualität verbandsübergreifend im Blick behalten.